Von Sonntag, 15.03., bis einschließlich Samstag, 21.03., machte sich eine Pilgergruppe von 38 Personen mit Stadtpfarrer Thomas Peter Kopp vom Münchner Flughafen aus auf den Weg in die Ewige Stadt, um vor allen die Gräber der beiden Apostelfürsten zu besuchen und dort zu beten. Bei durchgängigem Sonnenschein erwarteten die Gruppe jeden Tag neue „Highlights“. Noch am Ankunftsabend führte der Stadtpfarrer seine Gruppe mit einem Spaziergang in die geschichtlich höchst interessante und konzeptionelle Bedeutung des Petersplatzes ein. Den ersten Tag verbrachte man im Vatikan. Professionellen Detailführungen durch die berühmten vatikanischen Gärten und Museen mit einem Besuch in der sixtinischen Kapelle am Vormittag folgte eine ausführliche Erklärung des Petersdoms am Nachmittag mit den vatikanischen Grotten, der Grablege vieler römischer Päpste. Das Verweilen am Grab des Hl. Petrus und von Papst em. Benedikt XVI. war ein bewegender Moment.
Der zweite Tag startete mit einem geführten Besuch von S. Giovanni in Laterano, der eigentlichen Bischofskirche des Papstes, mit dem angrenzenden ältesten Baptisterium und der Hl. Stiege. Am Spätvormittag wartete die bedeutendste Marienkirche Roms, S. Maria Maggiore, auf eine genaue Erkundung mit dem Besuch am Grab von Papst Franziskus. Berührend war die Messfeier in der Cesi-Kapelle innerhalb der Patriarchalbasilika. Am Nachmittag wurde sich ausgehend vom Kapitol dem antiken Rom gewidmet, besichtigte ferner das Forum Romanum und zum Abschluss das Kolosseum von innen, natürlich immer unter kompetenter Begleitung.
Der Mittwochvormittag stand ganz im Zeichen der Papstaudienz mit Leo XIV. Mit ca. 40.000 weiteren Pilgern wohnte man der Generalaudienz auf dem Petersplatz bei, lauschten den ermutigenden Worten das Papstes und wurden im Vorfeld namentlich in deutscher Sprache sogar begrüßt, dem mit großem Jubel unsererseits erwidert wurde. Die unbeschreibliche Atmosphäre bei besten Plätzen ließ Weltkirche erfahren. Die barocke Innenstadt Roms stand am Nachmittag auf dem Programm (Engelsburg, Piazza Navona, Pantheon, Trevi-Brunnen, Spanische Treppe).

Bild: Michael Stöckl
Am Donnerstag, dem Hochfest des hl. Josef, konnte man das deutsche Kronjuwel im Vatikan besuchen: den Campo Santo Teutonico. Die Festmesse in der dortigen Marienkirche und der Besuch des umliegenden Friedhofs war emotional sehr bewegend und von seiner Historizität sehr berührend. Am frühen Nachmittag führte der Weg zur letzten der vier großen Papstbasiliken Roms: S. Paul vor den Mauern an der Via Ostiense. Deren Baukunst, Ausschmückung, Geschichte und Bedeutung sowie das stille Gebet am Grab des Hl. Paulus ließ die Herzen höherschlagen. Ergreifend war das Anschauen der inzwischen 267 Papstbilder im Inneren der Kirche und ließ große Erinnerungen an erlebte Päpste wach werden. Zum Abschluss des Tages wartete die wohl berühmteste der ca. 60 Katakomben Roms auf die Gruppe: die des Hl. Callixtus an der Via Aurelia. Der Einblick in die Bestattungskultur der frühen Christenheit ließ das Glaubenszeugnis der ersten Jahrhunderte lebendig werden.
Am Freitag machte man einen Ausflug in die Albaner Berge und besuchte als erstes das kleine Städtchen Castel Gandolfo mit der päpstlichen Sommerresidenz, erhielt eine Führung durch die schönen Gärten und den Apostolischen Palast in die Privatgemächer der Päpste (Hauskapelle, Arbeits- und Schlafzimmer, Terrasse mit herrlichem Blick auf den Albaner See und die Stadt Rom). Im Anschluss ging es weiter in den berühmten Weinort Frascati, wo man in einer urigen Pizzeria ein üppiges Mittagsmahl einnahm und Wein aus örtlichem Anbau genoss. Der späte Nachmittag und Abend war zur freien Verfügung.


Beim anschließenden Frühstück in der Unterkunft „Domus Romana Sacerdotalis“, einem zentral gelegenem Priesterhaus für Kurienmitarbeiter des Vatikans, hatten Stadtpfarrer Kopp und Gemeindereferentin Stöckl die Ehre, den Vorsitzenden des Gesamtafrikanischen Bischofsrates SECAM und Erzbischof von Kinshasa (Kongo), Kardinal Fridolin Ambongo Besungu aus dem Heimatland unseres Pfarrvikars kennenzulernen und mit ihm zu sprechen. Voll von überwältigenden Eindrücken und Erlebnissen machte man sich wieder am Samstag-spätvormittag gestärkt und dankbar auf den Heimweg, landete wohlbehalten am Münchner Flughafen und kehrte mit dem Busunternehmen Zitzmann zurück in die Heimat. Man war sich einig: Davon wird man lange zehren.
Ein herzlicher Dank sei hier dem bayerischen Pilgerbüro München ausgesprochen, das in Kooperation mit unserem Stadtpfarrer die Pilgerreise detailliert geplant hatte und eine reibungslose Durchführung gewährleistete.

Bild: Angela Fleischmann
