
Seit Generationen machen sich Gläubige auf den Weg zu unserer lieben Gottesmutter, um ihre Fürsprache zu erflehen und im Glauben neue Stärkung zu empfangen. Ob zu Fuß, mit dem Auto oder als pilgernde Gemeinschaft – die Gnadenkapelle in Altötting ist für viele Menschen ein Ort der Hoffnung, des Trostes und der tiefen Verbundenheit mit der seligen Jungfrau Maria. Im Jahr 2023 hat unsere Pfarrei Heilige Familie Altenstadt/WN diese wertvolle Tradition aufgegriffen und sie nun bereits zum dritten Mal gemeinsam als (Teil-)Pfarreiengemeinschaft Neustadt-Altenstadt/Waldnaab fortgeführt – eine weitere sehr schöne Gelegenheit, als Pfarreiengemeinschaft weiter zusammenzuwachsen und sich kennenzulernen.
Nach dem Pilgersegen begannen wir bereits während der Fahrt unseren Wallfahrtstag mit den feierlichen Laudes und dem Rosenkranzgebet, um uns innerlich auf das bevorstehende Pilgerziel einzustimmen. Wohlbehalten in Altötting angekommen, zogen wir gemeinsam zum Kongregationssaal, wo wir um 10:45 Uhr die Hl. Messe feierten.

Im Anschluss blieb bei gutem Wetter Zeit für ein gemeinsames Mittagessen, für das Gebet in der Gnadenkapelle, für den Empfang des Bußsakraments, den Erwerb von Devotionalien oder für Besichtigungen der Kirchen in Altötting. Viele nutzten diese gesegneten Stunden, um in der Stille zu verweilen, zu beten und die besondere Atmosphäre Altöttings in sich aufzunehmen.

Am Nachmittag versammelten wir uns schließlich um 15:00 Uhr zur gemeinsamen Maiandacht in der Bruder-Konrad-Kirche. Dort beteten wir u. a. gemeinsam das Gebet Jungfrau, Mutter Gottes mein, …
Jungfrau, Mutter Gottes mein,
lass mich ganz dein eigen sein.
Dein im Leben, dein im Tod,
dein in Unglück, Angst und Not;
dein in Kreuz und bittrem Leid,
dein für Zeit und Ewigkeit.
Jungfrau, Mutter Gottes mein,
lass mich ganz dein eigen sein.
Mutter, auf dich hoff und baue ich,
Mutter zu dir ruf und seufze ich,
Mutter, du Gütigste, steh mir bei,
Mutter du Mächtigste, Schutz mir verleih.
O Mutter, so komm, hilf beten mir,
O Mutter, so komm, hilf streiten mir,
O Mutter, so komm, hilf leiden mir,
O Mutter, so komm und bleib bei mir.
Du kannst mir ja helfen, o Mächtigste,
du willst mir ja helfen, o Gütigste,
du musst mir ja helfen, o Treueste,
du wirst mir auch helfen, Barmherzigste.
O Mutter der Gnade, der Christen Hort,
du Zuflucht der Sünder, des Heiles Pfort.
Du Hoffnung der Erde, des Himmels Zier,
du Trost der Betrübten, ihr Schutzpanier.
Wer hat je umsonst deine Hilf angefleht?
Wann hast du vergessen ein kindlich Gebet?
Drum ruf ich beharrlich in Kreuz und in Leid:
Maria hilft immer, sie hilft jederzeit.
Ich ruf voll Vertrauen in Leiden und Tod:
Maria hilft immer, in jeglicher Not.
So glaub ich und lebe und sterbe darauf;
Maria hilft mir in den Himmel hinauf.
Jungfrau, Mutter Gottes mein,
lass mich ganz dein eigen sein.
Dein im Leben, dein im Tod,
dein in Unglück, Angst und Not;
dein in Kreuz und bittrem Leid,
dein für Zeit und Ewigkeit.
Jungfrau, Mutter Gottes mein,
lass mich ganz dein eigen sein.
Amen.

Um 17:00 Uhr verabschiedeten wir uns vom Gnadenort mit Gebet und Gesang in der Gnadenkapelle und empfahlen uns dabei erneut dem Schutz und der Fürbitte der Gottesmutter.

Während der Rückfahrt beteten wir für die Kranken und Daheimgebliebenen unserer Pfarreiengemeinschaft, hielten die Vesper und sangen auf Höhe Regensburgs mit Blick auf den Dom das Wolfgangs-Lied. Gegen 20:15 Uhr kehrten wir wohlbehalten in unsere Gemeinden zurück, erfüllt von Gottes Segen, neuer Zuversicht und der dankbaren Freude über die erfahrene Gemeinschaft.
Ein herzliches Vergelt’s Gott gilt den mitpilgernden Lektorinnen und Ministranten sowie dem Akkordeonspieler für die musikalische Umrahmung der Maiandacht und die Begleitung in der Gnadenkapelle. Ebenso sagen wir den Pfarrsekretariaten in Neustadt und Altenstadt für die Koordination der Anmeldungen, dem Pfarrgemeinderat Heilige Familie und unserem H. H. Stadtpfarrer Thomas Kopp ein aufrichtiges Vergelt’s Gott für die sorgfältige Organisation und die geistliche Begleitung dieser Pilgerfahrt.
